SOKUJAM-Podium

Soziokulturelle-Jamsession-Podium

Beim SOKUJAM-Podium handelt es sich um Panels zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Hierzu nehmen Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft wie NGOs, MSOs, Initiativen, Vertreter:innen von Kulturbereichen, Verwaltung und Politik teil.

Eingeleitet werden die Podiumsgespräche mit einer künstlerischen Darbietung: Vier verschiedene Ensembles sowie der Visual Artist Pio Cinemano inszenieren die Inhalte der Panels performativ auf der Bühne. Urdimbre Audiovisual führt Kamera und Regie.

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Mit dem SOKUJAM-Podium soll ein Raum geschaffen werden, indem komplexe Inhalte und Herausforderungen in unserer Gesellschaft thematisiert und barrierefrei mithilfe der Kunst dargestellt werden. 

Damit möchten wir introspektive Prozesse anstoßen, welche den Abbau von Vorurteilen und ein tolerantes Miteinander aller Leipziger:innen vorantreibt. Besonders in schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, dürfen jene Prozesse, die den Zusammenhalt stärken, nicht fehlen. 

Thema 1 – 25.09.2020 – 19:00 -20:30 Uhr:
„Vielfalt for Sale? Wie gehen Großveranstalter, Museen oder Zoos und insbesondere diejenigen, die eine große Öffentlichkeit erreichen, mit diesem Thema um?“ Innerhalb der Beschäftigung mit dieser Angelegenheit soll herausgearbeitet werden, inwiefern unterschiedliche Instanzen sowie Institutionen ihre Verantwortung wahrnehmen, eine diverse Gesellschaft abzubilden und welche kommerziellen sowie ökonomischen Zwecke dahinterstecken.

Wir, als Teil des „Vielfalt ohne Grenzen“ (VOG) Festivals, fragen uns im Rahmen des ersten SOKUJAM- Talks, was ein diverses Kultur- und Eventmanagement für uns als Individuum als Teil der Gesellschaft bedeutet. Darüber hinaus aber auch, wie sich Akteur*innen der Kultur- und Eventszene kritisch mit Diversität in ihrem eigenen Unternehmen oder ihrem eigenen Schaffen auseinandersetzen.
Und vielleicht müssen wir noch einen Schritt zurückgehen und uns zuerst fragen: Was bedeutet Diversität für uns? Was sind unsere Vorstellungen?  


Fest steht, die Gesellschaft verändert sich, sie wird immer diverser und muss sich damit auseinandersetzen.  Daraus resultiert die Frage, wie wollen wir in Deutschland zusammen damit umgehen?
Kulturbetriebe, als Teil der Gesellschaft, und gerade auch als Vermittlungsinstanzen müssen sich auch mit der Frage auseinandersetzen: Wie können wir ein neues, diverses Publikum erreichen?
Dass es keine einfachen Antworten auf diese Frage gibt, ist klar. Um was für prozesshafte Entwicklungen es sich dabei handelt, wollen wir gerne von unseren Gästen hören. Vor welchen Herausforderungen stehen Kulturinstanzen?
Inez Boogaarts, die Kulturmanagerin des ZAK („Zentrum für Diversität in Kunst, Kultur und kultureller Bildung in NRW“), beschreibt in einem Deutschlandfunk-Interview, dass es sich vielleicht auch um einen schmerzhaften Prozess handelt, einen Prozess, der Mut erfordert, Dinge zu verlieren, Dinge auszuprobieren: „Wenn ich ein anderes Publikum bedienen möchte, dann muss ich mich selbst vielleicht erst einmal in Frage stellen“.

Wir wollen auch diskutieren, wie Instanzen der Kultur- und Eventbranche aktuell mit Diversität in ihren eigenen Instanzen umgehen und inwiefern sie wirklich nachhaltig etwas verändern wollen.
Und weiterreichend fragen wir uns, was ist mit Nachhaltigkeit bezogen auf Diversität gemeint?

Hierzu ein Beispiel.
Es geht bei diesem Beispiel um eine Werbekampagne der vegetarischen Süßigkeiten-Marke „Katjes“, welche 2018 mit dem Bild einer jungen Hijab-tragenden Frau wirbt.
Bei dem Diskurs dieser Werbekampagne ging es unter anderem darum, dass die Frau, die in der Werbung einen Hijab trägt, tatsächlich keine Muslima ist. Hier stellt sich vielen Kritiker:innen und gerade denjenigen, die selbst einen Hijab tragen, die Frage, wie authentisch diese Werbung überhaupt ist. Warum nimmt man keine Hijab-tragenden Models? An der Auswahl oder dem Angebot kann es nicht liegen!? Wie authentisch kann die Werbung noch sein, wenn sie ausschließlich von Weißen Menschen gemacht ist? Um welche Intention handelt es sich wirklich bei diesem Unternehmen?
Katjes selbst formuliert: „Die Zielgruppe von Katjes ist vielfältig“, somit wollen sie eine möglichst vielfältige Zielgruppe abdecken.
Doch warum wird eine muslimische Zielgruppe erst dann interessant, wenn sie als Kaufkraft relevant wird?
Zusammenfassend stellt sich die Frage: Geht es nur um Profitmache oder wirklich darum, dass ein ernsthaftes Interesse besteht, eine möglichst vielfältige Zielgruppe abzudecken und vor allem zu repräsentieren?

Wir setzen uns zusammen mit den Gästen, den Künstler:innen und mit dem Publikum mit den Fragen auseinander, was Diversität auf jeder Ebene einer Instanz bedeutet? Wie sehen die Prozesse aus, die für einen Fortschritt nötig sind?
Wie sieht „ehrliche“ und nachhaltige Arbeit in Bezug auf Diversität im Kultur- und Eventbereich aus? Kann sie noch ehrlich sein, wenn daraus Profit gemacht wird?

Deutschlandfunk Reihe:

Diversität im Berliner Kulturbetrieb:
https://www.deutschlandfunk.de/diversitaet-im-berliner-kulturbetrieb-wir-koennen-der.911.de.html?dram:article_id=457039

Dazu (Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung):
https://www.diversity-arts-culture.berlin/

Diversität im Kulturbetrieb:
https://www.deutschlandfunk.de/diversitaet-im-kulturbetrieb-das-publikum-von-morgen.911.de.html?dram:article_id=453775

Diversität in den Medien:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/diversitaet-in-den-medien-lippenbekenntnisse-reichen-nicht.1005.de.html?dram:article_id=482232

Youtube-Talk über „Katjes“ Werbung:

https://www.youtube.com/watch?v=th0xyWTMcb

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Noch weitere 3 Diskussionsrunden sind zusammen mit Künstler:innen und eingeladenen Gästen aus dem Bereich Kultur, Politik und Zivilgesellschaft in Leipzig geplant. Über die folgenden Topics/Themen wird diskutiert werden.
  • Thema 2 – 29.10.2020 – 19:00 -20:30 Uhr: Postmigrantische Bewegungen – inwiefern leisten sie einen Beitrag zu einer Veränderung unserer Gesellschaft?
  • Thema 3 – 29.11.2020 – 19:00 -20:30 Uhr: Teilhabe-Wahlrecht für alle! Welche Veränderungen in unserer Gesellschaft könnten sich ergeben, wenn alle, aufgrund ihres sozialen Milieus nicht wahlberechtigen Bürger:innen, berechtigt sein würden, an Wahlen teilzunehmen?
  • Thema 4 – 05.12.2020 – 19:00 -20:30 Uhr: Kulturelle Aneignung oder Öffnung? Prozesse der Aneignung kultureller Elemente in industrialisierten Ländern und deren soziale Auswirkung in unserer Gesellschaft.

    Mehr Informationen über die Gäste der Diskussionsrunden werden bald folgen.

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